Dienstag, Januar 27, 2009

2. Platz bei Google

Nabend,

es ist mal wieder beziehungsfreier Dienstag, mir ist langweilig und da fiel mir der alte Blog wieder ein.

Und wie ich aus Bequemlichkeit "Google" bemühe, anstatt die Domain direkt aufzurufen, fällt mir auf, dass wir Platz 2 sind. Suchbegriff: Albert Schweitzer Gymnasium Gera.

Jaja jetzt eigentlich keine Leistung, aber wir haben immerhin so kommerzielle Seiten wie "stayfriends" erfolgreich hinter uns gelassen. Ich hab mal in ner Werbebutze gearbeitet, da hätte ich dem Kunden für einen 2.Platz bei Google viel Geld abgenommen. ...

Ansonsten ist einer meiner guten Vorsätze, mich in diesem Jahr wieder mehr um den Blog zu kümmern. Das ist übrigens Vorsatz 3. Vorsatz 1: Nicht mehr rauchen. Vorsatz 2: Kann ich hier nicht sagen. (Schweinkram) Vorsatz 3: Der Blog.

So Leute und damit ihr mir nicht Weihnachten immer die Ohren volljammert: "Wann steht denn mal wieder was neues da." "Ey, das is immer so geil, schreib mal wieder was." Wie wärs, wenn Ihr eure brüchigen und alt gewordenen Arthritis-Hände mal über die Tastatur schwingt.

Bewegung ist schließlich gesund.

Schreibt mir halt ne Mail, mit dem was rein soll.

So könnte uns doch der Tobias mal wertvolle Geldanlagetipps geben. Oder Stefan etwas zu unserer in ca. 35-36 Jahren anstehenden Rente erklären. Oder der Ronny über die Funktionsweise unserer Autos. Oder die Mädels etwas über... über ... ich denke nach...
Gefühle oder so?

Wenn das jetzt keinen weiblichen Proteststurm auslöst weiß ich auch nicht mehr. Möglicherweise haben wir auch keine weiblichen Leser. Und das mir, dem Schulschwarm...

Ich gehe jetzt heulen.

Gute Nacht. Dirk

Sonntag, April 06, 2008

Eine Geschichte zum Arbeitsamt

Hallo Leser,

ich lebe noch und entschuldige mich hiermit für meine lange Abwesenheit. Kreative Pause...

Ok, inspiriert durch die Erlebnisse, die meine Freundin gerade mit der Arbeitsagentur hat, habe ich mich an eine kleine Begebenheit erinnert, die mir vor ein paar Jahren geschehen ist und die ich hier zum Besten geben möchte. Diesmal keine künstlerischen Übertreibungen, keine Polemik, keine Satire. Ich versuche jedes Wort aus dem Gedächtnis wiederzugeben.

Übrigens eigene Erlebnisse sind sehr willkommen. Schreibt mir!

Und los geht´s:

Es trug sich zu (im Herbst 2003), dass Dirk, frisch vom Studium kommend, ein Jobangebot in Weimar hatte. Voraussetzung: Arbeitslos gemeldet sein, damit der Arbeitgeber eine fette Förderung absahnen kann. (Nun, dazu kann man stehen wie man will, mir hat das damals einen Job beschert, deswegen halte ich mich mit Kritik zurück.)

Also auf gehts. Zuständig für mich damals das Arbeitsamt Stadtroda. Dort angekommen, Nummer gezogen, gewartet...

Drangekommen. Vor mir sitzt ein circa 19-jähriges Bengelchen mit Goldkette und hellblauem Seidenhemd. Vermutlich Azubi. Aber ok, kein Problem, wir fangen freundlich an...

Ich: Guten Tag.

Er: Guten Tag, was kann ich den für Sie tun?

Ich: Also folgendes, ich bin in fünf Minuten wieder weg, ich habe bereits einen Job sicher, brauche bloß den Stempel, dass ich arbeitslos gemeldet bin, das möchte ich gern erledigen.

Er: (lehnt sich zurück) Nana Herr G. wir machen das hier auf unsere Art.

Ich: (irritiert von so viel Macht) Ok. Kein Problem.

Er: (Fängt an, seine Eingabemaske im Compi aufzurufen und mich abzufragen. Alles mögliche. Ich beschränke mich auf die wesentlichen Punkte.) So, was haben Sie denn die letzten Jahre gemacht?

Ich: Studiert. Soziologie, Politik und Wirtschaft. Als Magisterstudium.

Er: (klickt irritiert, weil er das offenbar nicht findet) Aber abgeschlossen haben Sie das Studium nicht oder was?

Ich: Doch. Klar. Ich habe einen regulären Abschluss als Soziologe. M.A. Magister Artium.

Er: (weiterhin irritiert klickend und zunehmend und aus mir völlig unerfindlichen Gründen immer pampiger werdend) Führerschein? (ja) ... Flexibilität (super)... Krankheiten (voll fit)...(und dann der Hammer) Und wie nennen Sie sich jetzt? Diplomingenieur oder was?

Ich: Äh, nein. Hab ich doch schon gesagt. Soziologe. Magisterabschluss.

Er: (wird immer unruhiger und fragt weiter. Dann:) So. Ich hab jetzt hier zwei Sachen zur Auswahl. Das eine ist Kunsthistoriker und das andere ist Historiker. Müssen Sie mal sagen, was da jetzt auf Sie zutrifft.

Ich: (jetzt sauer) Also, ich hab Ihnen jetzt bereits mehrfach erklärt: Ich bin Soziologe! Kein Historiker, kein Kunsthistoriker! Kein Ingenieur. Soziologe! Kann man in Jena studieren, ist nur 10 km weit weg.

Er: (Trägt irgendwas von Hand in seine Maske ein, guckt noch mal überheblich und schickt mich zu Mitarbeiterin zwei.)

(Cut, zweiter Teil)

Mitarbeiterin zwei erwies sich als äußerst nett, aber leider ebenso völlig überfordert. Sie sollte mit mir mögliche Stellen durchgehen. Mein Einwand einer bereits zugesagten Stelle wurde auch hier ignoriert. Warum auch die Zeit für Menschen nutzen, die wirklich Hilfe und nicht nur einen Stempel brauchen?

Sie: So, gucken wir mal... (und füllt die gleiche Maske aus, die jeder von uns auch im Internet selber ausfüllen kann. Wozu zahle ich nochmal Steuern?)

Treffer: 0.

Ich: (Bemerke, dass in den Voreinstellungen, die Sie von meinem gerade beschriebenen Freund hat, ein Fehler drin ist) Versuchen Sie mal Soziologe einzugeben, nicht Soziolage.

Das klappt. Sie druckt mir zwei Stellen aus. "Mehr gibt es bundesweit für Soziologen nicht", stellt sie fest.

Ich: Ja, nun ist es aber so, dass man zum Beispiel auch im Marketingbereich arbeiten kann. Oder im Journalismus oder Personalwesen, oder oder oder. Das finden Sie nicht unter "Soziologe".

Daraufhin dreht Sie mir ihren Monitor zu, gibt mir ihre Maus und Tastatur und lässt mich selber suchen. Ich - nun völlig irritiert - (Nochmal: Wozu zahle ich gleich Steuern?) finde weitere Stellen. Sie ist sichtlich beeindruckt und entlässt mich zu Mitarbeiterin Nummer Drei. Ich komme mir vor wie bei "Asterix erobert Rom".

Wie auch immer: Mitarbeiterin Drei gibt mir dann endlich und sehr nett den ersehnten Stempel.
...

Seitdem musste ich "Gott sei dank und auf Holz geklopft" kein Arbeitsamt mehr betreten. Habe aber von vielen anderen und nicht minder lustigen und gleichzeitig traurigen Geschichten gehört. Besonders witzig finde ich eine Geschichte, die ich bei der Recherche hier gefunden habe. Es geht um die Computerkenntnisse eines promovierten Informatikers. Wirklich lesenswert.

Ihr habt eigene Erlebnisse mit der Super-Agentur? Dann her damit. Hier werden sie veröffentlicht...

Viele Grüße und schönen Sonntag.
Dirk

Mittwoch, Oktober 24, 2007

Eliten

Nabend Leser,

heute mal ein paar philosophisch-politische Gedanken.

Die Bundesregierung hat die Einrichtung von Elite-Universitäten beschlossen. Die FSU Jena war komischerweise nicht dabei. Trotz klangvoller Namen: Schiller, Hegel, Marx, Gersdorf. :-) Und die, die wir nun alle nicht auf einer Elite-Uni studiert haben? Müssen wir uns jetzt fürchten? Vor denen, die da in ein paar Jahren kommen? Gestylt mit dem neuesten BWL-Klatsch aus Übersee? Geschult in 70 Fremdsprachen bei chinesischen Muttersprachlern? Getrimmt mit soziologischer Theorie, frisch aus Bielefelder Laboren?

Nein. Denen fehlen doch die Grundlagen!

Wir waren auf dem Elitegymnasium Deutschlands. Paukten knallharte Informatik bei Henry Bilio, bissen uns durch stacheligste Arithmetik bei "from the A to the X Ländmän", studierten rotzlangweilige Sprachen und trotzten ganz nebenbei dem totalitären Regime des Norbismus.

Und was ist aus uns geworden?

Nu guck: Ärzte, Offiziere, Journalisten, Bänker, Computerer, Dolmetscher, Controller, Schauspieler, Musiker, Grafiker usw. usw.

Was lernen wir daraus?

Wir brauchen nicht nur Elite-Unis. Wir brauchen Elite-Gyms. Das sind die Kaderschmieden, mit denen der Sozialismus, äh unsere Bankkonten, äh ich meine die Gesellschaft aufgebaut werden.

Also, wenn ihr mal wieder mit einem versonnen Lächeln auf die schicken Möbel eurer Münchner Vorstadtwohnungen, die fetten Reifen eures Autos, die gute Verarbeitung eures Designer-Kleides oder den malerischen Strand eures Urlaubsparadieses schaut, denkt immer daran, wo die Saat dafür entstand. Erinnert euch, wenn ihr einem pickeligen Praktikanten einer ach so tollen Eliteuni gerade mal wieder zurecht gestutzt habt.

Der Keim eures Erfolges wurde hier gesät: Dem 5. Gymnasium - Albert Schweitzer - in Gera.

Ich habe übertrieben? Ich glaube nicht.

Viele pathetische Grüße ;-)

Dirk

Dienstag, Oktober 09, 2007

Hilmar Schulze als Kind!!!!

Ich hab mal wieder was gefunden!!! Geilomat ich freu mich so. Und was für ein Fund!!!

Hilmar Schulze - besser bekannt als Terrorhilmar - als Kind.

http://www.bergschule-gera.de/schueler/1957-klasse.htm

Die Nummer 36! Ich habe kurz gezweifelt, aber die Ähnlichkeit ist unverkennbar.

Und so verbeuge ich mich mit tiefstem Respekt vor dem coolsten Mathelehrer, den ich je hatte. Ich weiß bis heute nicht genau wie, aber er war der Mann, der mich zu 14 Punkten im Mathe-Leistungskurs geführt hat.

In Dankbarkeit für dieses 8. Weltwunder hier noch einmal ein paar klassische Hilmarzitate:

- Petrak, wenn ich ein Gewehr hätte, würde ich Dich einfach erschießen.
- Gersdorf, an die Tafel, ich mach Dich zur Sportmütze.
- Ganswig, an Deiner Stelle würde ich nicht lachen, Du hast überhaupt keinen Punkt!
- Heute ist schönes Wetter. Da schreiben wir mal nicht so viel. (... fünf Sekunden Pause...)
Das heißt ich schreibe nicht so viel. Ihr - Zettel raus. Leistungskontrolle.


Viele Grüße
Dirk

Dienstag, Juli 10, 2007

Sakrileg

Und weil ich einmal dabei bin und heute meinen beziehungsfreien Dienstag habe und hier gerade gemütlich bei einem Rosé sitze (Cabernet Sauvignon 2006, Weingut Pfleger, Herxheim, sehr empfehlenswert:-)), lege ich noch einen nach.

Da stöbere ich doch noch ein wenig auf der Seite der Gymillu und was finde ich? Eine philosophische Betrachtung eines damals 20jährigen zu unserem ABI-Ball. Leute, der redet über uns. Und los gehts: Natürlich kommentiert.

Resümee

Kürzlich war ich auf dem Abiball der Abgangsklasse 1996 unseres Gymnasiums (neue Tradition: Alle Schüler, die vor 2 Jahren abgeschlossen haben, werden eingeladen). Während die frischgebackenen Abiturienten sich darüber austauschten, was sie nun anstellen werden, dachte ich bloß: Mann, ich bin 20. Wo bleibt meine Rente? (OK, war'n Joke.) (hahahah. Und nochmal hahahahah...)

Aber es ist wirklich so. (Wirklich!) Wenn ich Gymnasiasten der Oberstufe so reden höre, denke ich so bei mir: (so ey, voll so abgefahren, so krass ey) die haben noch keinen Plan vom Leben. (so voll kein Plan) Die kennen die Realität noch nicht. Für sie ("die" wäre korrekt) zählen nur Schulstoff, irgendwelche Theaterstücke, Hausaufgaben und eventuell Berufswahl. (Alda, im Gegensatz zu Dir waren wir vorbereitet! Wir waren bei Bilio! Hättste ma Abi-Zeitung gelesen, hättstes gewusst. Wir wussten, was uns "draußen" erwartet!) (Und noch was: Beim Abi-Ball hat sich kein Schwein mehr für Hausaufgaben und Schulstoff interessiert. Es ist zwar schon elf Jahre her, aber ich meine mich erinnern zu können, dass Themen wie: In welche Disse gehen wir jetzt? Wo gibts noch was zu trinken? Und mit wem geh ich heute noch ins Bett? im Mittelpunkt standen. Aber möglicherweise ist das auch subjektiv.)

Ich will das nicht verurteilen, ich war früher genauso. (Früher! Vor zwei Jahren!) Aber ich habe lernen müssen, daß man in der Arbeitswelt seine Prioritäten ganz anders setzt. (Aha!) So gesehen, bin ich erst erwachsen geworden, nachdem ich die Schule verlassen hatte, obwohl ich schon 18 war. In der Schule war alles noch irgendwie ein Spiel, ich wollte auch nicht erwachsen sein. (Nie!) Aber danach mußte ich es. (Der arme Peter Pan.)
Deshalb bin ich trotzdem nicht bierernst und schon gar nicht vernünftig. (Nö.) Ich will eben mein Geld damit verschleudern, daß ich meiner Lieblingsband zu mehreren Konzerten auf einer Tournee nachreise. (Da hat er wohl ein "nicht" vergessen. Und übrigens: Das haben wir noch nie gemacht.)
Leider kommen auch die realen Dinge des Lebens immer wieder unangenehm zum Vorschein, Da ärgere ich mich zum Beispiel darüber, daß mein Auto mich regelmäßig größere Geldsummen kostet (Haftpflicht, Reparatur, Benzin) - Stöhn. Und die lästigen Behördengänge. (Tja, alda, draußen ist es hart! (Bilio) Haste wenigstens Torten mit dem Auto bekommen?)
Aber was zählt denn heute für mich? 1. Geld, 2. Geld, 3. Geld... Nein, jetzt 'mal im Ernst: Geld (natürlich), berufliche Zukunft (bei dem lausigen Arbeitsmarkt), (Tja is schlecht für Fleischer derzeit oder?) Auto, Freizeitgestaltung, Freunde und Kontakte etc. Was man da so alles möchte, aber es nicht realisieren kann- meistens liegt's am Geld. (Jajaja, das liebe Geld. Arme Sau.)
Ich habe den Eindruck, wenn die Abiturienten nach dem Abitur aus der Schule kommen, halten sie sich für einen abgeschlossenen Charakter, für erwachsen und fertig für's Leben. (Nochmal: Abiturienten - nach dem Abitur - halten sich für einen abgeschlossenen Charakter - für erwachsen und fertig für´s Leben - Also Deutsch war zumindest nicht Dein Leistungskurs.) Doch die meisten haben noch keinen Sinn für die Realität oder kennen sie nicht. (Aber Meister Propper mit seinen damals zwanzig Jahren kennt sich aus!) Dabei kommt so viel Neues auf einen zu, wenn man ins Berufsleben eintritt. (Joah, aber Du hast es gerissen!) In der Schule ist man doch noch irgendwie beschützt. Bei Studenten ist das meist auch noch so. Aber in der täglichen Arbeitswelt muß man sich mit verschiedenen Arten von Leuten herumschlagen, da lernt man erst 'mal Menschen kennen. Man glaubt gar nicht, wie man sich in manchen Personen täuschen kann. (Oh, biste schlimm enttäuscht worden? Hat man Dir übel mitgespielt? Armes Hasi. Weißte was: Wer die Hitze nich verträgt, sollte sich nich an die Heizung setzen.)
Wenn ich jetzt zurückblicke, war ich als frischgebackener Abiturient noch genauso weltfremd wie die meisten, die jetzt die Schule verlassen, Mit Theorie vollgestopft (sehr gut für Kreuzworträtsel), der Geist dressiert, so daß mir am Anfang danach doch tatsächlich geistige Anregung gefehlt hat. (jaha und da biste dann Hobbyphilosoph geworden)
Es stimmt wirklich der Satz: Man lernt nie aus im Leben. Und wenn ich einmal sagen sollte: ich bin jetzt so, wie ich sein will, wenn ich an mir nicht mehr arbeiten will, nichts mehr da zulernen will, dann kann ich mich gleich einbuddeln lassen. Aber jetzt genug von meinem philosophischen Gcsülze. Sonst vergraule ich die Leser dieser Zeitung noch völlig. (Der erste wahre Satz. Richtig!)

Um das klarzustellen: Ich streite ja nicht ab, dass Freund Keule hier mit dem ein oder anderen Detail im Recht ist. Was ich bemerkenswert finde ist, dass sich jemand mit zwanzig Jahren hinstellt und Weisheiten verkündet. Und dass er das dann auch noch "offiziell" in der Gymillu tut. Uiuiui.


So ich guck jetzt mal intensiv nach dem Geist des Weines.

Grüße.

Dirk

Uiuiui - Schluss mit Nett

So Leute,

nichts belebt Medien so sehr, wie ein guter Streit. Was macht man, wenn man keinen hat? Man bricht Einen vom Zaun. Einfach mal so. Und weil ich ein böser Mensch bin, mache ich das jetzt mal.

Mir ist gerade ein Artikel ins Auge gestürzt, bei dem ich fast meinen Laptop kaputt gemacht hätte, weil ich über die Tastatur kotzen musste. Und da muss ich natürlich ran. hehe.

Anbei also ein böswillig kommentierter Artikel von der Webseite Gymmilllu.

Hallo,

ich bin heute zufällig auf diese Seite gestoßen und muss sagen, dass ich sehr überrascht bin! Es ist toll, dass die gesammelten Werke der Schülerzeitung online verfügbar sind und jeder in alten Artikeln stöbern kann. Vielen Dank für diese Arbeit! (Soweit so gut.)

Da ich ein paar Jahre für die Gymmilu geschrieben habe, sei mir gegönnt, (wir gönnen) dass ich vielleicht nicht ganz unparteiisch auf diese Zeit zurückblicke. (yo Babe, sei Parteiisch! Ach übrigens, ich bin auch sehr parteiisch.)

Aus heutiger Perspektive fand ich besonders den Artikel \"Wie viel Macht hat ein Schulsprecher\" äußerst interessant. (Genau! Der spannendste Artikel ever! Allerdings nur knapp vor: Geranien oder Tulpen? Was steht wo in unserem Blumenbeet?)

Schul- oder Klassensprecher zu sein, ist ein kleines Glied in einer langen Kette, aber dennoch eine verantwortungsvolle Position. (Jawoll! Blumendienst aber auch.) Wenn ich heute auf meine Schulzeit zurückblicke, finde ich es immer noch anregend, (hmmm) wie viel Zeit sich Lehrer für uns und unsere Ideen genommen haben, auch wenn nur ein kleiner Teil davon realisiert werden konnte. (Leute, kollektives Kopfnicken. Das waren weise Worte! Obwohl, wenn man ehrlich ist, haben die doch nur zugehört, genickt und gedacht, jaja, lass die man spinnen. Egal.)
Nach meinem Abitur habe ich Politikwissenschaft in Jena studiert. (Kuck an!) Mein Ideal war es damals und ist es auch noch heute, dass ich Menschen für Politik interessieren möchte. (Joa, und ich hab erst mal Zivildienst gemacht und dann... Interessiert das wen?) Engagement ist ein wesentlicher Eckpfeiler unserer Gesellschaft und wenn dieses bereits in der Schule gefördert wird, dann lernt man sehr früh, dass es manchmal die kleinen Schritte sind, die wirklich zählen. (Blah, Blah, Blah, Haben sie Dir in Jena nix anderes beigebracht als Phrasen zu dreschen? Wesentlicher Eckpfeiler! Schon mal unwesentliche Eckpfeiler gesehen? Ach und übrigens: Genau solches Gequatsche ist dafür verantwortlich, dass sich niemand mehr für Politik interessiert.)

Leider weiß ich nicht genau, wie es gerade um das Fortbestehen des Gymnasiums bestellt ist (tja, den ABI96 Blog lesen), aber die letzten Nachrichten, die ich aus dieser Richtung bekam, besagten, dass es wohl geschlossen wird. (Jupp.) Wie auch immer die Meinung und Beweggründe unserer Stadtväter zu verstehen sind, (Ich werd mal konkret: Geld nur begrenzt. Kinder aus Lusan, die das Gymnasium besuchen noch stärker begrenzt. Platz in anderen Gymnasien da, Schule zu. Schade aber nachvollziehbar) so möchte ich doch gerne dieses Gästebuch nutzen und sagen, dass das Schweitzer Gymnasium einen großen Raum in meinen Gedanken einnimmt. (Oh mein Gott, gleich bricht sie in Tränen aus.) Glücklicherweise sind mir viele alte Schulfreunde erhalten geblieben. (Joah, bestimmt. ;-)) Ich hoffe, dass das Gymnasium nicht einfach so ohne Worte geschlossen wird, (Warum, willst ne Rede halten?) sondern, dass den Ehemaligen eine letzte Gelegenheit gegeben wird, um sich gebührend zu verabschieden. (Schnief. Ich sehe uns schon vor der Schule stehn und weinen. Also ich habe mich 96 verabschiedet. Jetzt interessieren mich nicht mehr die Mauern, sondern die Menschen. Und hey, die sind nicht tot. Jedenfalls die meisten noch nicht. Also Kopf hoch!)

Viele Grüße aus Berlin
C. (anonymisiert) Viele Grüße zurück. Dirk

Mittwoch, Juli 04, 2007

Nun ist Schluss



Es ist vorbei. Mit dem Ende des Schuljahres am 19. Juli endet auch die Ära des Albert-Schweitzer-Gymnasiums. Dicht. Aus. Abgewickelt. Der Jahrgang 96 sagt: Schade und retrospektiv auch danke für eine geile Zeit. Ruhe in Frieden liebe Schule.


Für alle, die es zum Abschluss noch einmal krachen lassen wollen, veröffentliche ich hier die Einladung zur "School´s out-Party" am 17. Juli ab 16.30 Uhr. Zugesand von einem "anonymen Mitleser" (Zitat). Vielen Dank. Und - hey - kannst Deinen Namen ruhig sagen. Wir sind hier die Guten!


Hier der Zeitungsartikel, der von "Anonymus" mitgeschickt wurde. (Stadtteil - Zeitung "Leben in Lusan" Nr. 5 / 2007 )


Viele Grüße

Dirk